Die Geschichte des PSU Akut e.V. 

Ende 2009 beschäftigte sich die Delegiertenversammlung des Ärztliche Kreis- und Bezirksverband München (ÄKBV) auf Initiative von Dr. med. Andreas Schießl mit der Frage, wie eine psychosoziale Unterstützung in der Akutmedizin umgesetzt werden kann. Nach drei Impulsreferaten durch

  • Dr. med. Kolitzus: „Burnout bei Ärzten, zehn Gebote zum Glücklichsein“
  • Konrad Reim: „Vorstellung einer LMU-Studie Psychosoziale Prävention im Einsatzwesen“, kollegiale Unterstützung bei der Berufsfeuerwehr München
  • Dr. med. Andreas Schießl: „Vorstellung des Pilotprojekt: Den Helfern helfen, Psychosoziale Unterstützung in der Akutmedizin“

beschloss die Delegiertenversammlung des ÄKBV München einstimmig, das Pilotprojekt auf den Weg zu bringen. Die Suche nach kooperierenden Kliniken und die Umsetzung des Projekts gestaltete sich aber schwierig. Auch am Institut für Notfallmedizin der LMU konnte das Projekt nicht wie geplant eingebunden werden.


Festzuhalten ist, dass von vielen Seiten großes Interesse bestand und der Bedarf immer unstrittig auf dem Boden von Gesundheitsförderung und Fürsorgepflicht für Mitarbeiter war. Die finanziellen Mittel wurden aber leider nicht eingesetzt und trotz langer Vorbereitung und Vereinbarungen konnte das Pilotprojekt nicht umgesetzt werden. Dabei wurde auch klar, dass die Einflussmöglichkeiten der Klinikärzte auf Verwaltungsentscheidungen erschreckend gering sind und so das oft beklagte Erleben von Ohnmacht im System gut spürbar war. Dazu kommt wie beim Hauptmann von Köpenick, übertragen: Keine Struktur, keine Gelder; Keine Gelder, keine Struktur. Und damit kein nachhaltiges Angebot.