089-461305-56  PSU-Akut e.V., c/o ÄKBV München, Elsenheimerstr. 63, 80687 München

Münchner Ärztliche Anzeigen | 25-26-2018 | 14.12.2018 - 106. Jahrgang

Münchner Ärztliche Anzeigen | 25-26-2018 | 14.12.2018 - 106. Jahrgang

Stephanie Hügler

PSU-Akut e.V. bietet und sucht Unterstützung:
Raus aus der Sprachlosigkeit

Schwerwiegende Ereignisse in der Medizin wie z.B. akute vitale Bedrohungen, dramatischer Tod, besonders bei Kindern, Gewaltandrohung, Suizidalität oder Komplikationen, schädigen nicht nur Patienten, sondern auch Helfer. Das weiß Dr. Andreas Schießl, Vorstandsvorsitzender des Vereins PSU-akut e.V. zur Psychosozialen Kompetenz und Unterstützung in der Akutmedizin. Seit Ende Februar ist die Hotline für betroffene Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen geschaltet. Unter 089 / 45 24 08 74 erreichen sie dort Peers – erfahrene Mediziner und Pflegekräfte, die ihnen auf Augenhöhe helfen, mit belastenden Situationen umzugehen.

Ein Freitag Mittag in der Allgemeinarzt-Praxis von Dr. Müller (Name von der Redaktion geändert): Das Wartezimmer ist voll. Ungeduldig wendet sich eine gerade mit ihrem Partner angekommene Frau an die Medizinische Fachangestellte am Empfang: Ihr Mann fühle sich schlecht, sagt sie. „Nehmen Sie bitte im Wartezimmer Platz“, antwortet diese. Auch eine zweite MFA bittet die aufgeregt nachfragende Ehefrau ein paar Minuten später um Geduld. Doch was zunächst wie eine Standard-Situation mit ungeduldigen Patienten aussieht, kippt plötzlich: Im Wartezimmer erleidet der Ehemann einen Kreislaufstillstand. Obwohl der Praxisinhaber mit seinem Team sofort reanimiert bis der Notarzt eintrifft, fühlen sich alle Beteiligten danach schlecht. Fehlende Zeit für Gespräche und Schamgefühle verhindern jedoch am gleichen Tag einen Austausch der Beteiligten. (...)

> gesamter Artikel

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.